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Tuesday, October 17, 2006

Die andere Seite von Rio de Janeiro

Die andere Seite von Rio offenbart sich dem Besucher zunächst (hoffentlich) durch die vielen eingezäunten und bewachten Seitenstrassen und Wohnanlagen. Man könnte denken, dass die Stadt zur Hälfte aus US-Botschaften besteht. In Wirklichkeit besteht sie zur Hälfte aus Favelas - das sind Slums, die mitten in der Stadt an die steilen Berghänge gebaut wurden. Teilweise liegen sie direkt neben den Reit- und Yachtclubs der Superreichen.

In den meisten Favelas floriert die organisierte Kriminalität und es herrscht eine Art Krieg zwischen den einzelnen Banden und der Polizei. Die anderen Cariocas und die Touristen müssen dabei vor allem zwei Gruppen mit Vorsicht begegnen: den kleinen Jungs und der Polizei selbst. Die Schlagzeile, dass die Exekution eines verdächtig aussehenden, aber total unschuldigen Brasilianers in der Londoner U-Bahn nicht mal einen Prozess nach sich ziehen wird, weil kein Fehlverhalten vorlag, war der hiesigen Zeitung entsprechend auch nur eine Randnotiz wert.

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