Etwas Info über die Fazenda
Die erste Fazenda da Esperança wurde 1979 von einem deutschen Missionar gegründet. Inzwischen gibt es allein in Brasilien mehr als 40 davon, ausserdem einen woechentlichen Sendeplatz im nationalen Fernsehprogramm und der Bekanntheitsgrad des Gründers (Frei Hans) erreicht beinahe den des Präsidenten.
Obwohl die Rekuperanden gar nichts für ihren Aufenthalt bezahlen muss und der Staat auch nur um die hundert Euro pro Person zuschiesst, sind alle Fazendas wirtschaftlich mehr oder weniger rentabel, zumindest aber in der Lage, die laufenden Kosten zu decken. Das liegt zum einen daran, dass fast alle Verantwortlichen entweder freiwillige Ex-Rekuperanden oder Moenche sind. Sie erhalten keinen Cent Gehalt für ihre Arbeit. Zweitens wird ein Grossteil der benoetigten Produkte (Milch, Fleisch, Gemüse, Brot, Betten, Putzmittel) selbst hergestellt. Und schliesslich werden die Grundstücke für die Fazendas von anderen kirchlichen Organisationen oder Grossgrundbesitzern mit schlechtem Gewissen umsonst zur Verfügung gestellt. sowie die Anlaufkosten über weitere Spenden finanziert.
Auf diese Weise hält sich diese Gesellschaft von temporären Aussteigern am Leben und kann sogar immer weiter wachsen, solange unsere moderne Welt sie mit "schwachen", aus dem Raster gefallenen Personen versorgt. Ohje, das klingt jetzt aber pathetisch. Auf die Fotos müsst ihr leider noch ein wenig warten, dazu fehlen mir hier gerade die technischen Moeglichkeiten.

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